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Allergologie

Welche Allergien gibt es?

  • Die Erkrankungen des atopischen Formenkreises sind Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis und treten familiär gehäuft auf, da die Veranlagung vererbt wird. Viele Patienten leiden gleichzeitig unter allen drei Erkrankungen. Einige Patienten berichten auch über Beschwerden beispielsweise beim Genuß bestimmter Obstsorten oder Gemüse und Gewürze.
  • Bestimmte Berufsgruppen wie zum Beispiel Friseure oder Bauberufe erwerben im Laufe ihres Berufslebens Kontaktsensibilisierungen. Die Patienten leiden dann oft unter chronischen Handekzemen. Meist ist der ursächliche Zusammenhang von Beruf und Hauterkrankung einfach nachzuweisen, manchmal erfordert der Nachweis jedoch umfangreiche Nachforschungen und Hauttestungen, welche Substanzen als Auslöser in Frage kommen. Bei berufsbedingten Hauterkrankungen wird - sofern der Patient zustimmt - die Berufsgenossenschaft informiert, die dann die Kosten für die Behandlung und für Hautschutzmaßnahmen übernimmt.
  • Nahrungsmittelallergien sind - sofern sie nicht mit Heuschnupfen assoziiert sind - eher selten. Häufig ist die "Milchallergie", die meistens keine eigentliche Allergie ist, sondern eine "Laktoseintoleranz", deren Ursache ein Enzymmangel im Darm ist. Die betroffenen Patienten klagen über Übelkeit, Bauchschmerzen oder Blähungen nach dem Milchkonsum. Unter echten Nahrungsmittelallergien, die durch eine Antigen-Antikörper-Reaktion verursacht werden, leiden vor allem kleinere Kinder.
  • Insektengiftallergien durch Bienen- und Wespengift sind insbesondere dann lebensbedrohlich, wenn der Patient nach dem Stich Atemnot oder einen Kreislaufzusammenbruch erleidet. Eine örtliche Schwellung an der Einstichstelle ist in der Regel harmlos; alle darüber hinaus gehenden Reaktionen müssen allergologisch bezüglich ihres Risikos eingeschätzt werden. Viele dieser Patienten benötigen ein Notfallset und eine Hyposensibilisierungsbehandlung.
  • Schließlich gibt es noch die große Gruppe der Medikamentenallergien und Medikamentenunverträglichkeiten und viele seltene Erkrankungen, die an dieser Stelle nicht weiter erläutert werden.

 

Welche Allergietests sind sinnvoll?

Blumen sind unschuldig! 

Heuschnupfen und Asthma werden bei uns meist durch Pollen von Bäumen, Gräsern, Kräutern und Schimmelpilzen oder von tierischen Allergenen wie Katzenhaaren oder Hausstaubmilbenexkrementen ausgelöst. Die Sensibilisierung auf diese Allergene wird im Pricktest auf dem Unterarm nachgewiesen. Dazu werden kleine Tropfen gelösten Allergens auf den Unterarm aufgebracht. Anschließend wird mit einem kleinen Pieks mit einer Pricktestlanzette die Haut minimal eingeritzt. Nach etwa 15 - 20 Minuten kann der Test abgelesen werden. Alternativ werden spezifische IgE-Antikörper (falls eine Hauttestung nicht möglich ist) im Blut nachgewiesen.
Blumen sind unschuldig! Ihre Pollen werden von Insekten weiterverbreitet und nicht wie bei Windbestäubern in großen Mengen durch den Wind zu uns getragen. Deshalb lösen sie auch in der Regel keine Allergien aus.
Auch einige Nahrungsmittelallergien und ein Teil der berufsbedingten Allergien kann mit dem Pricktest untersucht werden.
Durch Allergien verursachte Ekzeme werden in aller Regel durch Kontaktallergene ausgelöst. Ein typisches Beispiel ist die Nickelallergie. Kontaktsensibilisierungen werden mit dem etwas aufwendigeren Epikutantest nachgewiesen. Dazu werden die angeschuldigten Allergene für 48 Stunden auf dem Rücken aufgeklebt und dann die Testpflaster wieder abgenommen. Die Reaktion wird beim Entfernen der Testpflaster und am darauffolgenden Tag beurteilt.

 

Wie wird eine Allergie behandelt?

Die effektivste Behandlungmethode ist die Allergenkarenz, also die gezielte Vermeidung des Kontakts mit dem Allergen. Viele berufliche Allergene können vermieden werden, ebenso bestimmte Nahrungsmittel oder auch tierische Allergene. Beispielsweise können Sie als Hausstaubmilbenallergiker mit Asthma ihr Bett effektiv sanieren und wir unterstützen Sie dabei.
Bei Pollen ist eine Allergenkarenz in der Regel nicht möglich (es gibt allerdings durchaus einige Patienten, die dazu z.B. auf die kanarischen Inseln auswandern oder im Pollenflugzeitraum dort Urlaub machen). Kurzfristig hilft hier eine medikamentöse Behandlung; längerfristig ist eine Umstimmung des Immunsystems durch Gewöhnung des Körpers an das Allergen sinnvoll. Diese Behandlungsmethode nennt sich Hyposensibilisierung oder Desensibilisierung und wird meist über einen Zeitraum von 3 Jahren durchgeführt. Mit dieser Methode kann insbesondere der gefürchtete "Etagenwechsel" von der Nase zur Lunge verhindert werden (etwa die Hälfte der Heuschnupfenpatienten bekommt nach einiger Zeit auch Asthma).

 

Was dürfen Sie von uns erwarten?

Wir bieten Ihnen als Allergiepatient sowohl unsere Expertise als Spezialist für Allergien, als auch die kontinuierliche Betreuung als Ihr Hausarzt. Viele unserer Patienten empfinden unsere Betreuung aus einer Hand als große Erleichterung.