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Hautkrebsscreening

Krebserkrankungen der Haut haben sich zu den weltweit häufigsten Krebsarten entwickelt. Allein in Deutschland erkranken zur Zeit jedes Jahr 140.000 Patienten neu, mit weiterhin steigender Tendenz.
Die Häufigkeit des schwarzen Hautkrebses (malignes Melanom) nimmt zur Zeit schneller zu, als die aller anderen Tumoren und die betroffenen Patienten werden immer jünger. Viele Patienten erkranken bereits im jungen Erwachsenenalter. Der noch häufigere weiße Hautkrebs (Basalzellkarzinom und spinozelluläres Karzinom) betrifft hingegen ältere Patienten meist ab dem 50. Lebensjahr.
Heute ist klar, dass Hautkrebs vor allem durch UV-Strahlung (der ultraviolette Anteil des Sonnenlichts oder des Lichts von Solarien) verursacht wird. Während das Risiko für die Entstehung von Melanomen insbesondere durch gelegentliche Sonnenbrände in Kindheit oder Jugend steigt, ist für den weißen Hautkrebs die Gesamtdosis der UV-Strahlung entscheidender.
Leider vergisst unsere Haut unsere Fehler der Vergangenheit nicht. Wenn wir uns heute konsequent vor der UV-Strahlung schützen, erreichen wir zwar, dass sich unser eigenes Hautkrebsrisiko nicht noch weiter unnötig erhöht. Die durch die UV-Strahlung in früheren Jahren verursachten Schäden im Erbgut der Hautzellen bleiben jedoch bestehen und können auch nach vielen Jahrzehnten noch zum Hautkrebs führen.
Hier setzt nun die Früherkennung an, die als sogenanntes „Hautkrebs-Screening“ zum 1. Juli 2008 eingeführt wurde. Gerade Hautkrebserkrankungen sind, wenn sie früh erkannt werden, heilbar. Der Aufwand und die Belastung für die Patienten ist gering.
Am Hautkrebs-Screening können alle Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen ab dem vollendeten 35. Lebensjahr jedes zweite Jahr kostenlos teilnehmen (Patienten im AOK-Hausarztmodell jährlich). Die Untersuchung besteht aus einer Betrachtung der gesamten Haut von der Kopfhaut bis zu den Füßen. Die meisten Patienten verbinden das Hautkrebs-Screening sinnvollerweise mit dem Gesundheits-Check, an dem die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen ab dem vollendeten 35. Lebensjahr ebenfalls jedes zweite Jahr kostenlos teilnehmen können (Patienten im AOK-Hausarztmodell jedes Jahr).
In unserer Praxis stehen uns 3 Auflichtmikroskope zur Verfügung, mit denen wir in der Vergrößerung sehr gut unterscheiden können, ob ein Hautbefund verdächtig oder harmlos ist. Falls ein Hautbefund verdächtig ist, können wir in unserem Eingriffsraum eine Probebiopsie und/oder Entfernung der verdächtigen Stelle für Sie vornehmen.