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Spirometrie

Lungenfunktionsdiagnostik

Die Spirometrie ist ein Verfahren zur Lungen-Funktionsprüfung. Dabei werden Lungen- und Atemvolumina gemessen und graphisch im Spirogramm dargestellt. Das Gerät zur Erfassung der Lungenvolumina heißt Spirometer. In unserer Praxis verwenden wir ein Spirometer Easy One mit digitaler Befunddokumentation.

 

Wozu wird die Lungenfunktion bestimmt?

Durch Messung der Lungenvolumina ist es dem Arzt möglich, Erkrankungen der Lunge zu diagnostizieren und in ihrem Verlauf zu kontrollieren. Insbesondere orientiert sich die Therapie chronischer Atemwegserkrankungen, wie Asthma und chronisch obstruktive Bronchitis an Lungenfunktionswerten. Die Lungenfunktionsprüfung ist auch wichtiger Bestandteil einiger Sporttauglichkeitsuntersuchungen, z.B. beim Tauchsport.

 

Wie ist der Ablauf der Untersuchung?

Der Patient atmet über ein Mundstück in ein Atemrohr, wobei die Nase mit einer Nasenklemme verschlossen wird. Dabei misst das Spirometer elektronisch die Kraft, mit der ein- und ausgeatmet wird, und die Menge der geatmeten Luft pro Zeit. Die Luftmengen, die bei diesen Atemzügen bewegt werden, bildet das Gerät grafisch ab. So kann auch ein direkter Vergleich der Messwerte aus verschiedenen Tests erfolgen.

 

Welche Funktionswerte sind wichtig?

  • VITALKAPAZITÄT (VK): Volumen der aus den Lungen in einer langsamen/entspannten Prozedur ab maximalem Atemholen ausgeatmeten Luft.
  • FORCIERTE VITALKAPAZITÄT (FVK): Luftvolumen, das aus einer Position maximalen Atemholens forciert aus der Lunge ausgestoßen werden kann.
  • EINSEKUNDENKAPAZITÄT (ESK): Luftvolumen, das in der ersten Sekunden forciert ausgestoßen wird - nach maximalem Atemholen.
  • VERHÄLTNIS ESK/FVK: dies ist die ESK, ausgedrückt als Prozentsatz der FVK
  • ESK/FVK x 100= ESK% (manchmal auch als FER ausgewiesen): Normalwert 70%

 

Welche Lungenerkrankungen werden unterschieden?

  • Diese Messgrößen helfen beispielsweise zwischen den beiden Hauptgruppen von Lungenerkrankungen zu unterscheiden:
  • Obstruktive Lungenerkrankungen: Sie werden durch eine Verengung der Atemwege verursacht, z.B. durch Asthma oder COPD.
  • Restriktive Lungenerkrankungen: Dabei sind Lunge und/oder Brustkorb vermindert dehnbar. Beispiele sind Lungenverhärtung (Lungenfibrose), Flüssigkeitsansammlung im Lungenspalt (Pleuraerguss) oder ein hoch stehendes Zwerchfell (Zwerchfellparese).